Gallus Zentrum

Das Gallus Zentrum ist ein Medienzentrum, das Video- und Computerprojekte vor allem mit benachteiligten Jugendlichen durchführt. Jugendkultur ist Medienkultur. Deshalb sehen wir unsere Tätigkeit als Jugendkulturarbeit.

Seit 1992 wurden im Galluszentrum fast hundert Videoprojekte mit Jugendlichen durchgeführt. Mit den dabei entstandenen Filmen erzielten wir grosse Erfolge. "Überleben zwischen Knast und Gittern" gewann 1993 zwei Bundespreise und vertrat Deutschland beim Europafestival in Helsinki. Auch für andere Produktionen gab es insgesamt 20 Preise bei Festivals in Leipzig, Koblenz, Kiel, Berlin und Frankfurt. Es gab Kooperationen mit dem ZDF, dem Hessenfernsehen und dem WDR.

1998 erweiterten wir unser medienpädagogisches Konzept um den wichtigen Bereich der Computerarbeit. CD-ROM Produktionen, digitale Bildbearbeitung und Homepagegestaltung gehören seitdem zu unserem Angebot an die Jugendlichen. Ziel dabei ist es, ihnen digitale Ausdrucksmöglichkeiten an die Hand zu geben, die Spass machen und ihnen helfen, eigene Standpunkte zu beziehen. Zudem fördern digitale Medienprodukte mit ihren spezifischen Verbreitungsmöglichkeiten das Einmischen der Jugendlichen in soziale und gesellschaftliche Prozesse. Sozial benachteiligte Jugendliche an den Computer zu bringen steuert der sogenannten "knowledge gap" entgegen, d.h. einer Spaltung der Jugendlichen in hochqualifizierte Computernutzer und unqualifizierte Fernsehkonsumenten. Mit unserer ersten CD-ROM "Frankfurt 3000", die wir mit 23 Jugendlichen quer durch alle Schichten im Sommer 1999 produzierten gewannen wir einen bundesweiten Innovationspreis beim Festival in Berlin.

Weitere Betätigungsfelder des Galluszentrums sind die Konzeptentwicklung in der computerpädagogischen Jugendarbeit sowie die Mitorganisation der jährlich stattfindenden Hessischen Jugendfilmtage.