Filmhaus Frankfurt e.V.

Das Filmhaus Frankfurt enstand 1990 als Ort der Vernetzung filmischer Aktivitäten, zur Unterstützung und Förderung des Nachwuchses, zur Initiierung filmpolitischer und -kultureller Diskussionen und als Interessenvertretung der Filmschaffenden im Rhein-Main-Gebiet. Das Filmhaus wird als Verein von mehr als hundert in Kunst und Wirtschaft tätigen Filmschaffenden getragen, ebenso von mehr als vierzig Firmen, Agenturen, Betrieben und Medienprojekten aus Frankfurt und der Rhein-Main Region. Unterstützt wird es u. a. vom Amt für Wissenschaft und Kunst der Stadt Frankfurt am Main.

Vordringliches Ziel des Filmhaus Frankfurt ist es, die kulturelle und wirtschaftliche Potenz des Mediums Film und die ästhetischen und wirtschaftlichen Kraft einer Branche sichtbar zu machen, in der film- und fernsehspezifische, medien- und werbewirtschaftliche Aktivitäten ineinander aufgehen.

Bei einer Vielzahl von Veranstaltungen, Gesprächen und Seminaren stehen verschiedene Zielgruppen im Mittelpunkt der Arbeit. Zunächst gilt es, Filmschaffende und Nachwuchs zu unterstützen. Hierzu bietet das Filmhaus Fortbildungsveranstaltungen zu filmtechnischen Berufen an und verfügt über ein begrenztes Equipment, das gegen Gebühr gemietet werden kann. Durch die Reihe "Kontakte" und den "jour fixe" wird die Kommunikation untereinander gefördert. Dieses Engagement führt von der Vermittlung von Praktikumsplätzen über das Zusammenführen von Produzenten, Autoren und Regisseuren bis hin zu gemeinsamen Veranstaltungen mit Fernsehanstalten und Kinobetreibern. Der jour fixe im Filmhaus ermöglicht einen kontinuierlichen Diskurs innerhalb der Filmszene. Ergänzt werden diese Angebote durch produktionsbegleitende Maßnahmen wie Kalkulationsberatung, Hilfe im Förderungsdschungel und Vermittlung von Fachpersonal.

Eine weitere Zielgruppe ist die filminteressierte Öffentlichkeit, der das Filmhaus bei Premieren hessischer Filme, bei Veranstaltungen zur Filmanalyse und Filmtheorie, bei Filmfrühstücken und Diskussionen zu ausgewählten Filmen die Möglichkeit bietet, vorhandene Interessen zu vertiefen und auszubauen. Durch diese Aktivitäten und die Kooperation mit anderen Kulturträgern der Stadt Frankfurt wird der Film als Bestandteil der kulturellen Szene bestätigt. In Zusammenarbeit mit anderen Institutionen wurden für Frankfurt und das Rhein-Main Gebiet ein Location Guide und ein Medienhandbuch erstellt, die die Möglichkeiten der Stadt als Drehort transparenter machen sollen. Alles Neue zu Entwicklungen im Medienalltag der Stadt Frankfurt und den Stand der kulturpolitischen Debatte, Termine, Festivals und Förderungen ist in GRIP - Zeitschrift des Filmhaus Frankfurt zu lesen.