Film- und Kinobüro Hessen e.V.

Das Film- und Kinobüro Hessen agiert als politische Interessenvertretung der hessischen Filmschaffenden. Es wurde 1999 vom Filmbüro zum Film- und Kinobüro erweitert, um der drohenden Nivellierung des Filmprogrammangebotes und der Verödung der hessischen Kinolandschaft entgegenzuwirken. Damit vertritt es 24 kommunale Kinos, mehr als 20 Filmkunst- und Programmkinos und rund 100 Leinwände in kleinen und mittleren Orten. Neben Beratung zu Darlehen und Zuschüssen für Umbauten und Renovierungsmaßnahmen bietet das Büro Abspielringe für Dokumentar-, Kunst- und Kinderfilme an.
Weiterhin organisiert das Film- und Kinobüro die Frankfurter Filmschau und setzt sich für eine Stärkung und Erweiterung der hessischen Filmfestivals ein.
Mit einem vielseitigen Angebot an Projekten, Beratung und Betreuung unterstützt das Film- und Kinobüro Hessen die hessische Film- und Kinoszene. 50 Kinos und Festivals sowie 120 Filmschaffende zählen zu seinen Mitgliedern.

Das Film- und Kinobüro Hessen e.V. versteht sich als Förderer einer vielfältigen, experimentierfreudigen Film- und Kinokultur, ganz besonders von Dokumentar-, Kurz- und unabhängig produzierten Spielfilmen sowie kleinen und mittelständischen Kinos in Hessen.
Es versteht sich außerdem als Mittler und Koordinator zwischen Ministerien, der Hessischen Filmförderung, Filmproduzent/innen, Filmemacher/innen und Kinos in Hessen.

Im Januar 2002 wird die 16. Filmschau Frankfurt (im Internet: www.filmschau-frankfurt.de) ausgerichtet, bei der u.a. die von der Hessischen Filmförderung  unterstützten und ausgezeichneten Filme zu sehen sind. Ziel ist es, die Filmschau zu einem internationalen Festival auszubauen.
Das Film- und Kinobüro steht Filmemachern für Beratungsgespräche zur Verfügung und bereitet zudem den Vertrieb und Verleih in Hessen produzierter Kurzfilme vor.

Im Kinobereich hat es in den letzten Jahren grundlegende Veränderungen gegeben.  Durch die Eröffnung von Multiplex-Kinos wurde das Programmangebot zwar größer, aber noch lange nicht vielfältiger. Vor diesem Hintergrund haben sich Ende 1999 die Betreiber von kleinen und mittelständischen Kinos, von Programmkinos und kommunalen Kinos zum Film- und Kinobüro Hessen zusammengeschlossen mit dem Ziel, der drohenden Nivellierung des Filmprogrammangebotes und der Verödung der hessischen Kinolandschaft entgegenzuwirken.
Das Film- und Kinobüro unterstützt vor allem jene Filmtheater, denen es weiterhin um eine lebendige Kinokultur geht; Filmtheater, die ihr  Programmprofil weiter aufwerten möchten, die offen bleiben für Experimente, die auf die Qualität der gezeigten Filme setzen. Es berät bei der Erlangung von Darlehen und Zuschüssen für Modernisierungen hessischer Kinos und kooperiert diesbezüglich mit dem Wirtschaftsministerium. Dem Beispiel anderer Bundesländer folgend ist auch in Hessen ein Landesförderprogramm zur Unterstützung von Bau- und Renovierungsmaßnahmen der Kinos dringend geboten.

Für die hessischen Kinos werden regelmäßige Angebote für die Programmgestaltung in Form von Filmreihen  und Abspielringen organisiert: Tourneen von Regisseuren und Schauspielern sowie Kinderkino- und Filmkunstabspielringe (in den Bereichen Repertoire und aktuelle Filmkunst). Hierbei geht es besonders um den deutschen und europäischen Film sowie das Abspiel von Kurz-, Dokumentar- und Experimentalfilmen.

Im Film- und Kinobüro wurde im Sommer 2000 der "Verbund hessische Filmfestivals"  www.filmfestivals-hessen.de gegründet, der sich als Interessenvertretung der 14 hessischen Festivals versteht. Ziel ist es, die Zukunft dieses für Hessen bedeutenden kulturellen Sektors zu sichern. Das Film- und Kinobüro setzt sich für die dringend gebotene Erhöhung der finanziellen Förderung der Festivals ein, berät und koordiniert die Veranstalter und betreut Projekte zur Verbesserung ihrer Öffentlichkeitsarbeit.

In Planung ist außerdem die Einrichtung eines  Internet-Portals zur Vernetzung der hessischen Film- und Kinoszene.